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Nesna - Reine (Lofoten)



Geschafft! Zusammen mit einer handvoll norwegischen Pendlern, haben wir die erste Fähre um 6.25 Uhr nach Nesna bekommen. Unser Ziel: nicht nur die Tagesetappe bis Bodø zu erreichen, sondern bereits an diesem Tag von dort mit der Fähre nach Moskenes (Lofoten) überzusetzen. Wir haben unser persönliches Ziel, vor die Aufgaben im Roadbook gestellt, den Polarkreis auf dem Festland, anstelle mit der Fähre, überschritten und überfahren und haben Bodø keine Minute zu früh erreicht. Leicht abgehetzt, weil wir, trotz digitaler Unterstützung, mal wieder den Fährhafen nicht gleich gefunden haben. Bodøs Straßenführung und Ausschilderung ist für uns noch genauso verwirrend wie vor 2 Jahren geblieben. Ohne Wartezeit, mit leicht erhöhten Puls, haben wir tatsächlich noch die Fähre um 12.00 Uhr erwischt und 3 Stunden später die Lofoten als eines der ersten Teams erreicht! Noch viel wichtiger jedoch, wir hatten Zeit gewonnen und die Lofoten 1 Tag vor der Roadbook-Planung erreicht! Die vollen Campingplätze in der näheren Umgebung haben unsere aufkeimende Hoffnung auf eine Dusche schnell wieder zerschlagen, egal! Ausgestattet mit Trockenschampoo und feuchten Waschlappen trotzen wir dem Dreck und haben eine wunderschöne Haltebucht etwas außerhalb von Reine gefunden. Während unsere Jungs vom Co-Team den Ausblick genießen konnten, haben Basti und ich die Gegend zu Fuß erkundet! Das Wetter war fantastisch, hat es in Schweden und Südnorwegen immer wieder noch geregnet, gewann nun die Sonne die Oberhand! Reine ist und war ein kleines Fischerdorf. Wir sind vorbeigelaufen an kleinen, für die Lofoten typischen Stelzenhäusern, vorbei an weitläufigen großen Holzgestellen zum trocknen der Fische, die zuvor von einem der vielverstreuten, kleinen Fischkutter gefangen wurden, die überall an den vielen Stegen vertaut waren. Abgerundet durch das türkisfarbene, klare Wasser, den vielen Schären und Sunden und den kleinen Buchten mit weißen Sandstränden, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das kann sich kein Mensch ausgedacht haben, so kreativ ist allein die Natur! Wir sind mit dem Rauschen des Meeres eingeschlafen und mit dem selben beruhigenden Geräusch wieder aufgewacht! Mit dem Gefühl von Zufriedenheit und einem weitreichenden Blick auf das Meer, haben wir den ersten Kaffee des Tages genossen! Bevor wir weiter Richtung Norden gefahren sind, dem Tagesziel „Eisbaden im Atlantik um 21.00 Uhr mit anderen Rallye-Teilnehmern“ entgegen, haben wir uns aufgemacht den Aufstieg Reinebringe mit seinen rund 2000 Stufen zu erklimmen! Voller Energie und Bewegungsdrang sind wir zu viert gestartet. Ein junger Mann vor uns hat sich bereits bei Stufe 300 übergeben, das motiviert! Unsere ersten Verluste gab es bei Stufe 500 und bei Stufe 1000, gekrönt mit einer leichten Panikattacke. Echt ärgerlich! So habe ich (Pia) die letzten 1000 Stufen, die von extra dafür eingeflogenen Sherpas zwischen 2016 - 2019 erbaut wurden, erklommen und wurde mit einem unglaublichen Ausblick über die Lofoten belohnt! Am Beginn der Stufen habe ich die Jungs wieder eingesammelt und weiter ging die Reise!

 
 
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