
Haverdal (1 Stunde nördlich von Helsingborg) - Malungs
- die Feldwegpiloten

- vor 4 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Ziel der 1. Etappe an Tag 1 der Reise ist es gewesen, so schnell wie möglich in Richtung Norden zu fahren. Dafür ist es sogar erlaubt die Autobahn zu nutzen. Wir haben den Weg über das Festland gewählt und Dänemark, bei Kopenhagen, über die Øresundbrücke verlassen. Natürlich nicht, ohne vorher die ersten Aufgaben zu absolvieren! Ein Klassiker der Rallye ist es mit einer Büroklammer zu starten und diese möglichst in jedem Land einmal in einen Gegenstand zu tauschen, der mindestens 100 g schwerer ist! Noch in Deutschland haben wir die Klammer in einen Kugelschreiber und einen Button der deutschen Seenotrettung verwandelt. Beim zweiten Deal waren wir leider nicht so aufmerksam und haben unsere hochwertigen Gegenstände gegen ein Döschen dänischen Lippenbalsam hergegeben. Erst zu spät im Auto ist uns aufgefallen, das Zeug war bereits benutzt. Mal sehen ob dies das Aus für uns in dieser Challenge bedeutet! Unsere erste Road Mission, ein Foto von der Statue einer Meerjungfrau vor dem Drågon Fort bei Koppenhagen, haben wir souverän gelöst, auch wenn wir aufgrund eines Konzertes leider das Fort nicht betreten durften. Applaus für die moderne Zoom-Technik! Mit dem Foto in der Tasche geht es weiter Richtung Schweden.
Die Øresundbrücke beeindruckt mit ihren über 200 Meter hohen Pylonen und für einen kurzen Moment haben wir das Gefühl das südliche Orakel, die Uyulála, zu passieren. Leider kann die Stadt Malmö, am Ende der Brücke, dieses Gefühl nicht aufrecht erhalten. Schnell weg!
Für die diesjährige Wikinger-Weihe, die heutige Tagesaufgabe, hätten wir nicht nur die Eisen aus Deutschland, einen Feuerstein der dänischen Küste, einen grünen Zweig aus Schweden, sowie Ostseewasser und eine Meeresbrise benötigt, sondern hätten das Ritual an einer heiligen Wikinger-Stätte durchführen müssen. Leider waren wir etwas nachlässig beim Lesen und hoffen nun, dass der Jury nicht auffällt das der Stein um den wir mit den Gaben auf dem Rücken krabbeln, kein heiliger sondern ein x-beliebiger ist.
Die Nacht haben wir an einem niedlichen kleinen Hafen im Ort Haverdal verbracht und haben am nächsten morgen unser Frühstück mit Ausblick aufs Meer genießen können, bevor es wieder auf die Straße ging. Für die 2. Tagesaufgabe, haben wir über 100 km mit einer geöffneten Dose Sürströmming im Auto verbracht. Diese angebliche Delikatesse der Schweden, die mehrere Würgereize und Lachanfälle verursacht hat, hat sein Ende bei uns, nicht traditionell mit dünnen Brot, Kartoffeln, roten Zwiebeln und saurer Sahne gefunden, sondern im Mülleimer eines Rastplatzes! Es ist ein Unding Tiere für so ein widerliches Produkt zu töten, selbst wenn das Tier ein Fisch ist!!
Bevor wir uns einen Schlafplatz mit Dusche für diese Nacht in Malung gesucht haben, haben wir noch die Road Mission, das Finden und befahren einer bestimmten Straße im Nirgendwo ins Nirgendwo, erfolgreich abgeschlossen. Gemeinsam mit weiteren Rallye-Teilnehmer*innen sind wir durch einen zauberhaften Wald mitten in Schweden gefahren. Nicht zum ersten Mal an diesem Tag, halten wir die Augen offen in der Hoffnung einen kurzen Blick auf einen Graugnom, eine Wilddrude oder sogar einen kleinen Rumpelwicht zu erhaschen. Diese Wälder, mit ihren dichten Moosteppichen und mit Flechten übersäten, knochigen Bäumen, lassen all die Fabelwesen der Kindheit real erscheinen!
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